„Wohin geht die Reise“, lieber Herr Kurz und Herr Strache? Soziales, Fairness, Neue Gerechtigkeit, Standort, Zukunft, Sicherheit, Ordnung und Heimatschutz sowie Staat und Gesellschaft sind die Themen.

Logischerweise stellt sich ganz Österreich nach der Bildung einer neuen Regierung die Frage „Wohin geht die Reise?“ Wird es viele neue Gesetze geben und wie werden mich diese betreffen?

Nicht nur Österreicher stellen sich die Frage, wenn sie an einem Abschnitt im Leben angelangt sind, an dem sie sich Gedanken über den eigenen Tod oder den Tod eines Verwandten oder befreundeten Menschen machen.

 

Aktive Sterbehilfe ja oder nein? Dieser Frage wird in diesem Beitrag auf den Grund gegangen. Wobei die Begrifflichkeit „aktive Sterbehilfe“ an sich nicht eindeutig geklärt ist und die Überlegung besteht den Begriff abzuschaffen. Was ist denn tatsächlich der Unterschied in der Begrifflichkeit „aktive indirekte Sterbehilfe“ zu „aktiver Sterbehilfe“ in der Praxis?

In Österreich ist „aktive indirekte Sterbehilfe“ erlaubt, hingegen „aktive Sterbehilfe“ verboten.

Man versuchte in Deutschland 2014 eine eindeutige Gesetzesregelung zu schaffen, in manchen europäischen Ländern ist die Gesetzeslage noch nicht eindeutig.

Niederlande war im April 2001 das erste europäische Land, das mit 90%iger Unterstützung der Bevölkerung „Euthanasia“, wie es dort heißt, erlaubte und ein „euthanasia bill“ beschloss.

https://www.theguardian.com/world/2001/apr/11/andrewosborn.sarahboseley

Damit können dort todkranke Menschen zu Hause im Kreise engster Angehöriger sterben.

Wie das einheitliche Europa in dieser Regelung gespalten ist zeigen die Grafiken auf Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sterbehilfe#Arten_der_Sterbehilfe

  

Argumente die dagegen sprechen:

  • Es könnte ein gesellschaftlicher Druck entstehen dahingehend sich rechtzeitig einen würdigen Abgang zu verschaffen um der Gesellschaft oder den Angehörigen, der eigenen Familie, nicht zur Last zu fallen.
  • Ärzte könnten in die Situation kommen, dass sie eine Entscheidung treffen müssen über Leben und Tod.
  • Wenn die medizinischen Kosten ständig steigen könnte man Einsparungen einführen in denen man sich Operationen oder teure Behandlungen für ‚alte‘ Menschen spart.
  • Palliativmedizin wäre so gut, dass es aktive Sterbehilfe nicht braucht.
  • Religiöse Gründe.

 

Was spricht dafür:

  • Aktive Sterbehilfe würde unnötiges Leid vermeiden.
  • Die Menschenwürde müsse respektiert werden und wenn es der Wunsch eines Menschen ist in Würde zu sterben so sei dieser Wunsch zu respektieren.
  • Man müsse keinen ‚Sterbetourismus‘ in die Schweiz ankurbeln, welchen sich nur bessergestellte Menschen leisten können.
  • Religiöse Argumente dürften bei der Trennung von Staat und Kirche nicht herangezogen werden.
  • Ein bleibendes gutes Gefühl der Angehörigen, den letzten Wunsch eines sterbenden Vaters, einer totkranken Mutter, Schwester, Bruder erfüllt zu haben.

 

Hier seien nur die wichtigsten Argumente meiner Meinung nach aufgezählt. Mehrere Argumente sind dutzendweise im Internet zu finden. Hier ein gutes Beispiel: http://www.schulstoff.net/sterbehilfe~pro~contra~argumente~ethik-59.htm

 

Bezieht sich Neue Gerechtigkeit, Soziales, Fairness nicht auch auf die Menschenwürde? Menschenwürde, die sich ein jeder in den letzten Stunden, Tagen, Wochen oder sogar Monaten vor dem Ableben wünscht.

 

Ich möchte dieses Thema, das uns so betrifft und berührt, dass man es am liebsten gleich wieder ad acta legt, um sich nicht weiter den Kopf zu zerbrechen, auch aus meiner Sicht beschreiben.

 

·        Wenn in Österreich zu wenige Menschen in den Genuss einer adäquaten palliativen Behandlung kommen, dann gehört hier etwas unternommen!

Im Bericht aus der Sendung Kreuz und Quer vom 21.11.2017, in dem es gegen die Verdrängung und Tabuisierung des Sterbens in der modernen Gesellschaft geht, wird aufgezeigt, dass es Missstände gibt.

 

·        Wenn in Deutschland derzeit 15000 Menschen gegen ihren Willen, trotz einer Patientenverfügung, künstlich am Leben gehalten werden, damit ein mafiöser Pflegedienstring monatlich 25000 € pro Person erhält und ein deratiges kriminelles Handeln in Österreich längstens evaluiert gehört.

 

Falls sie den ganzen Filmbeitrag sehen wollen so klicken sie auf den untenstehenden Link.

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-monitor-vom--132.html

 

Wenn pro Monat dutzende Leute ihre letzte Reise in die Schweiz antreten um zu sterben.

Falls sie den ganzen Filmbeitrag sehen wollen so klicken sie auf den untenstehenden Link.

https://youtu.be/vr823wWhjLc

 

·        Wenn es eine Petition gerichtet an den Justizminister der Bundesrepublik Deutschland mit dem Namen: "Gestorben wird Zuhause - Ja zum begleiteten Sterbefasten! Dafür brauchen wir ein Gesetz!" gibt. Im folgenden Link kommen sie zur Petition:

https://www.change.org/p/gestorben-wird-zuhause-ja-zum-sterbefasten

 

·        Und wenn es eine Petition an das österreichische Parlament gibt:

https://www.change.org/p/an-das-%C3%B6sterreichische-parlament-und-den-deutschen-bundestag-den-rechtsanspruch-auf-professionelle-sterbehilfe-gesetzlich-verankern

 

 

·        Wenn hier ein solch enormer Graubereich existiert, in dem offensichtlich die Menschenwürde, unser oberstes Gut, ignoriert wird.

 

·        Wenn es Systeme und Staaten gibt, in denen ein würdevolles Sterben tadellos funktioniert.

 

 

 Wenn die bekannte und sehr geschätzte Athletin Marieke Vervoort, die derzeit in den Schlagzeilen vertreten ist, weil sie bald sterben wird, im Mai 2017 die richtigen Worte formulierte

Falls sie den ganzen Filmbeitrag sehen wollen so klicken sie auf den untenstehenden Link.

http://www.dw.com/de/sterbehilfe-kann-auch-leben-retten/av-38839553

 

Dann scheint es allerhöchste Zeit zu sein, liebe Regierung, hier ein Gesetz zu entwerfen, welches dieser unserer Menschenwürde entspricht

Die Aktualität des Themas aktive Sterbehilfe, wenn man es so nennen will, denn passender wäre sicher ein Ausdruck wie „würdiges Sterben“, bleibt und ist gegeben.

 

Zumindest hat eine Partei, die Liste Pilz, im Wahlkampf das Thema angesprochen und zu hoffen ist, dass es nicht nur ein Wahlslogan war.

http://diepresse.com/home/innenpolitik/nationalratswahl/5294263/Liste-Pilz-fordert-Gesetz-fuer-Sterbehilfe-und-Cannabis-auf-Rezept

 

Wird es die Politik schaffen, oder muss es wieder der Verfassungsgerichtshof richten müssen? Werde ich in meinen letzten Lebensjahren mir die Frage stellen müssen ob ich nach Holland, nach Belgien oder in die Schweiz übersiedle?

Also liebe neue Regierung, schaut euch die Lage in Oregon an, und übernehmt ein System welches bestens funktioniert.

Wohin geht die Reise, darf ich meine letzte Reise in meinem geliebten Heimatland Österreich planen, darf ich irgendwann Zuhause sterben?

 

Weiterführende Links:

http://www.wissenbloggt.de/?p=9429

http://www.wissenbloggt.de/?s=Aktive+Sterbehilfe+und+Palliativmedizin+in+der+Diskussion

 

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